Dienstag, 19. August 2008

Künstler streiten mit EMI

EMIDie Animositäten zwischen EMI Music und einzelnen Künstlern des Majors gehen weiter. Nun liegen Lilly Allen und 30 Seconds To Mars mit dem britischen Major im Clinch. Seit der Übernahme von EMI durch Terra Firma hängt der Haussegen schief: Radiohead, Rolling Stones, Robbie Williams, Joss Stone, Damon Albarn - die Liste der mit dem neuen Management um Guy Hands unzufriedenen Künstler wird immer länger.

Lilly Allen zum Beispiel fragt sich, wann ihr neues Album erscheinen wird. Auf ihrem Blog beschwert sie sich, dass niemand ihr bei EMI einen VÖ-Termin nennen kann, obwohl die Platte seit geraumer Zeit fertig sei. Die Entlassungswelle bei den Briten habe auch viele EMI-Mitarbeiter getroffen, die für Allen zuständig waren, "und ehrlich gesagt weiß ich jetzt nicht, wie es weitergeht".

Dieselbe Frage stellen sich auch die Mitglieder der Band 30 Seconds To Mars, die von der Capitol Records Group in Kalifornien verklagt wurden. Die US-Niederlassung von EMI verlangt von den Alternative-Rockern Schadensersatz in Höhe von 30 Millionen Dollar. Die Brüder Jared und Shannon Leto sowie Tomislav Milicevic wollten eigentlich ihren Vertrag mit Virgin Records neu verhandeln und hatten sich daher auf kalifornisches Recht berufen, das es Unterhaltungskünstlern erlaubt, Arbeitsverträge nach sieben Jahren aufzukündigen.

Was EMI daran allerdings missfällt, ist die Tatsache, dass 30 Seconds To Mars erst zwei der vertraglich vereinbarten fünf Alben abgeliefert hat. Während die Plattenfirma laut offiziellem Statement davon ausgeht, dass die Angelegenheit einvernehmlich gelöst wird, zeigt sich Band irritiert. Jared Leto beschwert sich wie Allen über die Entlassung der Schlüsselfiguren bei EMI und über mangelnde finanzielle Transparenz gegenüber der Band.

Quelle: musikwoche.de

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