Montag, 28. Juli 2008

EMI verzichtet aus Budgetgründen auf Rolling Stones

EMI Große Löcher in die EMI-Bilanz wird der Abschied der Rolling Stones vermutlich nicht reißen, doch der Imageverlust für den britischen Major dürfte beträchtlich sein. Nach den Abgängen von Radiohead und Paul McCartney sowie der Unzufriedenheit vieler anderer EMI-Acts ist der Labelwechsel der Rock-Ikonen nun der vorläufige Höhepunkt des kreativen Exodus bei der Traditionsfirma.

Mick Jagger, der am Tag nach der Vertragsunterzeichnung bei Universal Music das Rentenalter von 65 erreichte, ließ verlauten, das Team seiner neuen Plattenfirma sei fortschrittlich, kreativ und ergebnisorientiert. Was das im Umkehrschluss für seine alte Plattenfirma bedeutet, musste Jagger gar nicht erst aussprechen. Doch solche Seitenhiebe lässt sich auch EMI-Inhaber Guy Hands nicht gefallen.

In einer Stellungnahme zum Abschied der Band erklärte EMI, man werde immer nur dann mit Künstlern zusammenarbeiten, wenn die Verträge beiden Seiten zuträglich seien. Mit anderen Worten: Die Stones wollten mehr Geld, als EMI bei den aktuellen Marktbedingungen als wirtschaftlich sinnvoll erachtete.

Derweil kursieren Gerüchte über die Summe, die Universal sich den Vertragsabschluss kosten ließ. Die Rede ist von zehn Millionen Pfund (12,7 Millionen Euro) für eine nicht bekannte Vertragslaufzeit. Angeblich sollen die Stones zwei Alben für Universal abliefern.

Quelle: musikwoche.de

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